Privathaftpflicht

Für die Privathaftpflichtversicherung sprechen selbst Verbraucherschützer eine Kaufempfehlung aus.

Die rechtliche Grundlage für Schadensersatzansprüche bildet  § 823 (1) BGB :

Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.

Haftpflichtschaden: Schon ein blöder Zufall reicht

Bereits ein unachtsames Überqueren der Straße kann zu einem Unfall führen. Ein Fahrzeug weicht Ihnen aus, rammt ein Gebäude oder erwischt im schlimmsten Fall einen anderen Fußgänger …

Nach § 823 (1) BGB sind Sie dann in der Pflicht, den geschädigten Personen Schadenersatz zu leisten. Gerade Personenschäden können schnell sechsstellige Dimensionen erreichen, sei es für medizinische Behandlungen oder Entschädigungsleistungen für Arbeitsausfälle.

Von einer Summenbegrenzung steht im Gesetz kein Wort. Das heißt, Sie haften in unbegrenzter Höhe mit Ihrem aktuellen und zukünftigen Privatvermögen. Diesem existenzbedrohenden Risiko können Sie bereits für deutlich unter 100 Euro Jahresprämie mit einer Privathaftpflichtversicherung begegnen.

Versicherungsumfang: Darauf sollten Sie unbedingt achten


Forderungsausfalldeckung

Achten Sie in jedem Fall darauf, dass in Ihrem Vertrag die Forderungsausfalldeckung eingeschlossen ist. Immer noch haben sich Millionen Bundesbürger nicht gegen potentielle Haftpflichtschäden versichert. Das Risiko ist hoch, dass wenn Ihnen ein Schaden durch einen Dritten entsteht, dieser Dritte nicht versichert ist. Reicht sein Vermögen dann nicht aus, um Sie zu entschädigen, bleiben Sie auf Ihrem Schaden sitzen.

Ist in Ihrer Privathaftpflichtversicherung die Forderungsausfalldeckung eingeschlossen, kommt Ihre Versicherung für den ungedeckten Schaden auf und zahlt Sie aus.

 

Schäden durch deliktunfähige Kinder

In § 828 (1) BGB heißt es:

Wer nicht das siebente Lebensjahr vollendet hat, ist für einen Schaden, den er einem anderen zufügt, nicht verantwortlich.

Wenn ein Dritter durch Ihre Kleinsten zu Schaden kommt und Sie Ihre Aufsichtspflicht nicht verletzt haben, entsteht kein Haftpflichtanspruch. Der Geschädigte bleibt auf seinem Schaden sitzen.

Möchten Sie, dass der Geschädigte trotzdem seinen Schaden von Ihrer Privathaftpflichtversicherung ersetzt bekommt, dann sollten Sie darauf achten, dass in den Bedingungen Schäden durch deliktunfähige Kinder mit eingeschlossen sind. Diese Deckungserweiterung hat schon so manchen Nachbarschaftsstreit verhindert.

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Markus Haybach hat 4.6 von 5 Sterne | 16 Bewertungen auf ProvenExpert.com